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Häufig gestellte Fragen

Was bedeuten die Druckfachbegriffe?

 

Abfallender Druck

Ein Druck gilt als abfallend, wenn kein Rand zum Papierende besteht. "Allseitig" oder "einseitig" abfallend ist demgemäß ein Druck, der auf allen Seiten oder eben nur auf einer Seite bis zum Papierrand reicht. Druckvorlagen müssen bei den abfallenden Seiten eine sogenannte "Überfüllung" (ca. 2-3 mm) besitzen, um Material- und ungenauigkeiten auszugleichen.

Abfallender Druck bedingt zumeist ein größeres Papierformat (damit für den Transport des Papiers durch die Druckmaschine ein sogenannter "Greiferrand" vorhanden ist) und bringt daher höhere Kosten.

 

CMYK-Farbraum

Menge aller Farben, die sich durch die im Druck verwendeten Farben (C=Cyan, M=Magenta, Y=Yellow, K=Kontrast) darstellen lassen. Im 4-Farb-Druck nach Euroskala werden alle Farben durch Übereinanderdrucken der o. a. Grundfarben erzeugt. Dies wird auch "subtraktive Lichtmischung" genannt. Im Gegensatz dazu steht die "additive Lichtmischung", die beispielsweise bei Bildschirmen angewandt wird und die die selbstleuchtenden Spektralfarben Rot, Grün und Blau (RGB) verwendet.

 

Farbfächer

Um Farben genau definieren zu können, werden im Druckbereich genormte Farbvorlagen, die mit entsprechenden Farbnummern versehen sind, verwendet. Dies hat den Vorteil, dass durch die Angabe einer Farbnummer die Farbe eindeutig bestimmt ist und so Farbdifferenzen (z.B. Herstellung von Druckprodukten bei verschiedenen Druckereien oder wiederkehrende Produktion in späteren Jahren) weitestgehend vermieden werden können.

Solche Farbfächer werden von verschiedenen Firmen erzeugt und angeboten. Die bekanntesten sind "Pantone" und "HKS".

Dem Umstand, dass ein und dieselbe Farbe auf unterschiedlichen Papieren ganz unterschiedliche Ergebnisse bringen kann, wird dadurch Rechnung getragen, dass die Erzeuger der Farbfächer nicht nur eine Farbnummer, sondern auch einen Zusatz, der den Bedruckstoff (Papier) bezeichnet, angeben.
Diese Zusätze lauten bei Pantone "C" für gestrichene Papiere und "U" für Naturpapiere. HKS verwendet den Zusatz "K" für gestrichene Papiere und "N" für Naturpapiere.
In der Regel sind gestrichene Papiere glänzend und Naturpapiere matt.
Die Angabe dieser Zusätze ist sehr wichtig, um auch bei Verwendung unterschiedlicher Papiertypen weitestgehend dasselbe Farbergebnis zu erhalten.

 

Mutation

Wird auch als "Wechseltext" bezeichnet. Unter Mutationen versteht man kleine Änderungen im Text oder auch den Austausch von Bildern oder Logos, wobei die ursprüngliche Vorlage weitestgehend bestehen bleibt.

Wird beispielsweise bei einer Auflage von 1.000 Stück ein Teil von 300 Stück mit einer kleinen Änderung (es wird z.B. eine zusätzliche Adresse ergänzt) gedruckt, der Rest des Textes und die Bilder bleiben aber gleich, so spricht man eben von einer Mutation.

 

Überfüllung

Die minimale Verbreiterung aneinanderstoßender Farbflächen zur Vermeidung von Blitzern (= weiße Stellen) bei Passerungenauigkeiten wird als "Überfüllung" bezeichnet.

Durch diese Verbreiterung werden die Farben an den vorgegebenen Stellen übereinander gedruckt. Kommt es nun durch Materialschwankungen (Papier ist ein Naturstoff und verändert seine Größe z.B. durch Feuchtigkeitsschwankungen; Druckplatten sind aus Metall und verändern sich bei Temperaturschwankungen) zu Passerungenauigkeiten, so gleicht die Überfüllung dies aus und vermeidet eben die unschönen Blitzer.

 

Zuschuss

Als "Zuschuss" wird der Druckbogenüberschuss, der zum Einrichten der Druckmaschine für Fortdruck und die Druckverarbeitung benötigt wird, bezeichnet.

Da im Laufe der Produktion eines Auftrages immer wieder einige Exemplare (z.B. durch Maschinenstopper oder eben zum Einstellen einer Maschine) verloren gehen, wird von Beginn an eine gewisse Menge mehr gedruckt - dies ist der Zuschuss.
Würde dies nicht gemacht, so bekämen die Kunden permanent geringere Mengen, als bestellt wurden, geliefert.

Die Mengen-Schwankungen bei Lieferung werden "Überlieferung" und "Unterlieferung" genannt. Sie dürfen bei Produkten im Grafischen Gewerbe +/- 10 Prozent betragen, da ein genaues Einhalten der Bestellmenge aus produktionstechnischen Gründen gar nicht möglich ist.